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Willkommen in der Welt der digitalen Wertschöpfung

“Zukünftig wird alles anders sein – keiner weiß, was auf uns zukommt”. Aussagen, die jeder kennt, aber was steckt eigentlich dahinter? Wird sich die Art, wie wir interagieren, wirklich fundamental verändern? Kann man die künftigen Entwicklungen tatsächlich nicht abschätzen? Lassen Sie uns einfach gemeinsam ansehen, wie die Digitalisierung bereits heute Einfluss auf die Wertschöpfungsketten nimmt, und was man für die Zukunft daraus ableiten kann.


Von der Logistik zum Supply-Chain-Management

Die klassische, auf einzelne Organisationen bezogene Logistik in Form von Transport-, Umschlag- und Lagerdienstleistungen hat sich zum modernen, unternehmensübergreifenden Supply-Chain-Management weiterentwickelt. Der Grund: Steigende Anforderungen der Kunden, Mitarbeiter und Partner verlangen, dass der gesamte Wertschöpfungsprozess zuverlässiger, aber auch effizienter wird. Anstelle einer Summe an Einzeloptima wird daher ein Gesamtoptimum der Wertschöpfungskette angestrebt, in der Prozesse möglichst nahtlos vom Lieferanten bis zum Endkunden, also über alle Beschaffungs- und Absatzstufen hinweg, umgesetzt werden. Dadurch stehen nicht mehr einzelne Unternehmen im Wettbewerb zueinander, sondern die Leistungsfähigkeit ihres gesamten Netzwerkes. Das Supply-Chain-Management ermöglicht Unternehmen das Erschließen netzwerkübergreifender Erfolgspotenziale durch die Entwicklung, Gestaltung, Lenkung und Realisierung effektiver und effizienter Güter-, Geld- und Informationsflüsse. Wollen Sie diese Potenziale bestmöglich ausschöpfen, spielt die Digitalisierung eine entscheidende Rolle.


Supply Chain 4.0

Im Zuge von Industrie 4.0 und digitalen Transformation sind Technologien aufgekommen wie Big Data, Internet of Things, 3D-Druck oder auch Augmented Reality. Sie fördern die Entstehung neuer Geschäftsmodelle, die Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen und ermöglichen die Integration und Synchronisierung der Aktivitäten aller Akteure in der Wertschöpfungskette. Die Frage, ob Supply Chain 4.0 eine Science-Fiction ist, lässt sich damit schnell beantworten: Die genannten Technologien sind Teil unserer heutigen Arbeitswelt. Eine Umfrage der Unternehmensberatung PWC aus dem Jahr 2016 stellte heraus, dass bereits ein Drittel der 2000 befragten Unternehmen mit der Digitalisierung ihrer Wertschöpfungskette begonnen haben und 72 Prozent der Unternehmen in den nächsten fünf Jahren ebenfalls damit starten werden. Warum so gut wie jedes Unternehmen langfristig in diesen Bereich investieren will, liegt auf der Hand. Man verspricht sich zahlreiche wirtschaftliche Vorteile: Wissenschaftler prognostizieren eine mögliche Effizienzsteigerung von 4,1 Prozent und eine Erhöhung der Einnahmen um 2,9 Prozent – und das jährlich. Die Digitalisierung hat für die zukünftige Existenzsicherung Ihres Unternehmens somit eine große Bedeutung. Wir zeigen Ihnen daher. wie die konkreten Möglichkeiten der Digitalisierung entlang der Supply Chain aussehen und was für Chancen sich hieraus für Ihr Geschäft ergeben.

 

Supply Chain 4.0

 

Sechs Ansatzpunkte zur Nutzung digitaler Technologien in der Supply Chain

Die Supply Chain steckt voller digitaler Möglichkeiten. Vieles ist schon Gegenwart, manches noch Zukunftsmusik. Nicht jede der Ideen, die wir Ihnen nachfolgend vorstellen, wird für Ihr Unternehmen in Frage kommen oder sich eins zu eins übertragen lassen. Aber sie sind ein guter Anlass, Ihre Supply Chain im Hinblick auf die mögliche Nutzung digitaler Technologien zu hinterfragen.

1. Integrierte Planung und Ausführung
Das zentrale Ziel im Supply-Chain-Management ist, das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt zum Endkunden zu befördern – was meistens bedeutet, so schnell wie möglich. Dabei müssen sowohl die Flexibilität und die Zuverlässigkeit der Materialströme als auch die Effizienz der Prozesse und damit niedrige Transaktionskosten gesichert sein. Kurz, es geht wie so oft im Logistikalltag darum, das Unmögliche möglich zu machen. Damit Ihnen das gelingt, können wir für Sie eine grundlegende Infrastruktur schaffen, die die Integration von planenden und ausführenden Tätigkeiten entlang der Supply Chain vereinfacht:
  • Digitale Tools zur Segmentierung der Supply Chain
    • Anhand von Kundenanforderungen und Produktkriterien
  • Integrierte Materialbedarfsplanung
    • Vendor-Managed-Inventory, Konsignationslager und umfassende Bestandsübersichten
  • Ganzheitliche Logistiktransparenz
    • End-to-End Tracking und Mitteilungen über die letzte Meile
  • Mehrstufige Nachfrageprognosen
    • Big Data und künstliche Intelligenz

Das ist lediglich ein Ausschnitt der Möglichkeiten, mit denen Sie die Planung und Durchführung von Supply-Chain-Aktivitäten effizienter gestalten können. Wichtig: Erst wenn die Systeme nicht nur einzeln genutzt, sondern über eine Plattform vernetzt werden, lässt sich ihr gesamtes Potenzial ausschöpfen.


2. Vernetzte Supply-Chain-Plattform

Falsche Nachfrageprognosen oder auch fehlende Rohteile gefährden den Supply-Chain-Prozess, da in der Regel eine Vielzahl an Aktivitäten aufeinander aufbauen. Um auftretende Probleme schnell zu lösen und die Konsequenzen auf ein Minimum zu reduzieren, ist der Informationsaustausch von enormer Bedeutung. Durch die Einbindung interner und externer Daten bilden digitale Plattformen eine zentrale Kontroll- und Monitoringinstanz für alle Akteure der Lieferkette: von der Abholung beim Lieferanten bis hin zur Anlieferung beim Kunden. Die gesamte Kommunikation, das Tracking und die Steuerung können beispielsweise über eine Cloud-Plattform erfolgen. Sie verbindet mehrere Systeme, sodass Sie stets den Überblick über alle Prozesse entlang der Wertschöpfungskette haben, bei Auffälligkeiten, z. B. bei Überschreitung der Anliefertakte, in Echtzeit informiert werden und über das Eskalationsmanagement zeitnah intervenieren können. Für die Implementierung einer entsprechenden Plattform benötigt man sowohl technologisches Verständnis als auch menschliches Geschick. Steht die integrierte Plattform erst einmal, reduziert sie den gesamten Planungsaufwand enorm und erzeugt signifikante Mehrwerte für den Nutzer. Beim Aufbau einer Plattform, können Sie sich von unseren Experten unterstützen lassen.


3. Procurement 4.0 – Ganzheitliche Beschaffungslösung

Die Digitalisierung unserer Arbeitswelt definiert Einkaufs- und Beschaffungsprozesse neu. Die Anforderungen an Ihre Mitarbeiter im Bereich des IT-Know-hows steigen, neue Beschaffungskategorien entstehen und die Nutzenversprechen der Beschaffungsfunktionen wandeln sich. Vorausschauende Markt- und Lieferantenanalysen, Co-Creation, also die Einbindung der Lieferanten in die Produktentwicklung, sowie elektronische Vertragsabschlüsse eröffnen dem Einkauf neue Möglichkeiten und erhöhen seine Bedeutung für den strategischen Erfolg Ihres Unternehmens. Es reicht jedoch nicht aus, an den Stellschrauben im eigenen Unternehmen zu drehen. Entscheidend ist, dass Sie auch vor- und nachgelagerte Akteure involvieren und so die Prozesseffizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette steigern.


4. Smartes Warehousing

Smartes Warehousing steht für die intelligente Automatisierung des Lagerbetriebs. Dabei verbinden wir über verschiedene Technologien automatisierte Abläufe miteinander, sodass sie durch den gegenseitigen Datenaustausch optimal ineinandergreifen. Ziel ist es, die Produktivität sowie die Effizienz des Lagerbetriebs zu erhöhen und gleichzeitig den Personalbedarf sowie die Fehlerquote im manuellen Handling zu reduzieren. Smartes Warehousing wirkt sich auf die gesamte Lieferkette aus, von der Inbound bis zur Outbound Logistik.

Ein operatives Szenario: Lkw kommunizieren auf der Fahrt zum Lager automatisch ihre aktuelle Position und ihre voraussichtliche Ankunftszeit an das intelligente Warehousemanagementsystem. Daraufhin wird automatisiert eine Laderampe reserviert, um einen schnellen Entladeprozess zu ermöglichen. Im Lager geht es direkt weiter: Über Sensoren an den Lagerstellplätzen werden alle Bestände in Echtzeit aktualisiert. Fahrerlose Transportsysteme verstauen die Ware ohne weitere Zwischenschritte – selbstverständlich bei paralleler automatischer Erfassung aller Daten im System. Nach Eingang einer Kundenbestellung stellt ein Picking-Roboter die zu versendenden Produkte zusammen und leitet sie an den Versand weiter. Hier wartet bereits der nächste Roboter, er verpackt die Waren und verlädt sie in einem vorab gebuchten LKW.

Sie finden, das klingt nach Science-Fiction? Ist aber schon implementierte Realität. Dass die innovativen Technologien noch nicht weiter verbreitet sind, liegt lediglich an den noch hohen Entwicklungs- und Produktionskosten. Sobald diese sinken, steht einer Anwendung auf breiter Basis nichts mehr im Wege.


5. Effizientes Ersatzteilmanagement – mit 3D-Druck

Das Ersatzteilemanagement ist ein meist leidiges Thema. In vielen Branchen besteht rund die Hälfte aller Bestellungen aus einmaligen Anfragen nach Ersatzteilen. Die Nachfrage ist extrem unregelmäßig und somit kaum zu prognostizieren. Das führt zu hohen Beständen, zumal Ersatzteile gesetzlich in der Regel bis zu 30 Jahre lieferbar sein müssen. Alle C-Teile in einem zweitrangigen, kostengünstigeren Lager aufzubewahren, ist keine zeitgemäße Lösung. Setzen Sie stattdessen auf 3D-Technologie: Mühsames Vorproduzieren sowie langjähriges Einlagern entfallen, Sie können von Ihren Kunden angefragte Ersatzteile binnen Minuten nachproduzieren. Alles was Sie hierfür benötigen, sind neben etwas technischem Geschick ein 3D-Drucker, Software, Blueprints der Ersatzteile und das Material für die Produktion. Die Investitionskosten amortisieren sich durch die entfallenden Lagergebühren schnell und durch das reduzierte Warenhandling sparen Sie ebenfalls Geld.


6. Autonome Distribution

Der Fachkräftemangel und das steigende Transportaufkommen auf den Straßen machen es Unternehmen zunehmend schwer, allen Anfragen der Kunden gerecht zu werden. Im Lager werden daher autonome Transportmittel weiter an Bedeutung gewinnen. Auch im Straßenverkehr wird die Digitalisierung neue Transportmöglichkeiten schaffen. Die ersten autonom fahrenden Lkw sind unterwegs. Und Unternehmen wie Daimler, Tesla aber auch IT-Konzerne haben bereits weitere Technologien für autonome Transportlösungen entwickelt. Vorab gilt es allerdings, sowohl die gesetzliche Grundlage für das autonome Fahren zu schaffen als auch die Infrastruktur für die meist strombetriebenen Verkehrsmittel der Zukunft. Langfristig kann die Wirtschaft nicht auf die neuen Technologie verzichten – die Umsetzung im täglichen Geschäft ist nur noch eine Frage der Zeit.


Autonome Distribution Transportlösungen


Erfolgsfaktoren zur Umsetzung einer smarten Supply Chain

Bei der Verwirklichen einer smarten Supply Chain sollten Sie unserer Erfahrung nach diese Erfolgsfaktoren beachten:

  • Prozesse: Etablieren Sie ganzheitliche Wertschöpfungsprozesse, indem Sie Ihre Lieferanten und Kunden mit in den Digitalisierungsprozess einbinden. Sie können beispielsweise über cloudbasierte Plattformen zusammenarbeiten und Innovationen vorantreiben .
  • Organisation und Skills: Bereiten Sie Ihre Organisation auf die neuen technologischen Anforderungen vor. Dafür benötigen Sie Spezialisten, die ein umfassendes Verständnis über die einzelnen Komponenten der Wertschöpfungskette verfügen und gleichzeitig wissen, wie man digitale Konzepte erfolgreich im operativen Geschäft implementiert und langfristig managt.
  • Performancesteuerung: Entwickeln Sie konkrete Ziele, die Sie in Ihrer Supply Chain erreichen möchten und überlegen Sie sich, welche Kennzahlen benötigt werden, um den Erfolg nachzuweisen und langfristig sicherzustellen.
  • Partnerschaften: Suchen Sie sich Partner, mit denen Sie Lösungen entwickeln und Ihr Vorhaben erfolgreich umsetzen können. Die Wertschöpfungskette besteht aus einer Vielzahl an Akteuren. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, lässt sich der Gesamtnutzen maximieren.
  • Technologien: Fertigen Sie eine Roadmap mit nützlichen Technologien an, die Ihnen bei der Digitalisierung Ihrer Supply Chain weiterhelfen. Dabei können Sie sowohl auf bereits bestehende Komponenten aus Ihrem Unternehmen als auch auf zukunftsweisende Technologien zurückgreifen.

Dieser Beitrag will Ihnen nicht vermitteln, wie die Wertschöpfungskette der Zukunft aussieht. Dazu ist die Thematik zu komplex. Aber er zeigt, dass in gar nicht so ferner Zukunft grundlegende Veränderungen auf uns zukommen. Wenn Sie erfahren wollen, wie Sie die Digitalisierung und innovative Technologien konkret in Ihrem Unternehmen nutzen können, sind wir gerne für Sie da.