Kosten optimieren  Geschäftsmodelle absichern   Digitalisierung gestalten   Zukunft denken

Aus Wissen mehr Wissen machen

„Wissen“ erscheint uns selbstverständlich und wir benutzen das Wort fast jeden Tag. Manche reden von Knowledge, manche von Know-how. Strukturiertes, aktuelles Wissen gilt als Gold der Zukunft. Unternehmen die gelernt haben, mit Wissen schnell, zielgerichtet und marktrelevant umzugehen, gehören schon heute zu den Gewinnern. Auch wir bei Müller - Die lila Logistik, sind überzeugt, dass Wissen sowie der intelligente Umgang damit, obwohl sie in keiner Bilanz stehen, zu den wichtigsten Assets der Zukunft gehören.

Modernes Wissensmanagement muss zwei Fragen beantworten: Wie machen wir Wissen für alle zielgerichtet und nutzerfreundlich verfügbar? Wie schaffen wir in der Organisation den Mindset, der die Bereitschaft erhöht, persönliches Wissen nicht zu horten,sondern zur Verfügung stellen? Wie so oft gibt es auch für gelingendes Wissensmanagement nicht das eine Rezept. „Viel hilft viel“ ist nur bedingt eine Erfolgsformel. Gute Wissensmanagementsysteme zeichnen sich sowohl durch Dynamik als auch hohe Bedürfnisorientierung aus und lassen sich meist nicht auf andere Bereiche übertragen.

Wissensmanagement

 

So viel steht fest: Eine Welt, in der durch die Digitalisierung permanenter Wandel zum Normalzustand wird, stellt Unternehmen immer wieder vor neue, komplexe Fragestellungen und Herausforderungen. Zu Vorreitern werden die Unternehmen, die sich beim Denken nicht auf gewohnte Bahnen beschränken, sondern diejenigen, die quer denken. Neue Ansätze und eindeutige Wettbewerbsvorteile entstehen aus dem Aufbau und der Anreicherung von Wissen. Das Problem dabei: Wir sind gewohnt, dass Wissen immer individuell bei einzelnen Menschen entsteht. Organisationen müssen daher erst einmal lernen, dass Wissen auch aus dem aktiven Teilen individuellen Wissens entsteht. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Zu Hindernissen werden persönliche Widerstände, Unsicherheiten, mangelnder Zielgruppenfokus, Informationsweitergabe nach dem Gießkannen-Prinzip etc.

Das Bild des Atoms, ein System, das aufgrund der engen Wechselwirkung zwischen den negativ geladenen Elektronen und dem positiv geladenen Kern besteht, verdeutlicht das Thema Wissensmanagement. Erst wenn es Führungskräften gelingt, Verständnis für das Ganze zu vermitteln, sodass der Einzelne sein Wissen nicht mehr als individuelles Machtinstrument nutzt, sondern ausgerichtet auf die gemeinsamen Ziele in die Organisation einbringt und mit anderen teilt, kann Mehrwert entstehen. Ein gewaltiger Change, der viel Überzeugungsarbeit erfordert. In der Regel dauert es 12 Monate, bis die Mitarbeiter damit beginnen, Wissen unternehmensorientiert zu teilen.

 

Wissen zur Wirkung bringen

Wie gehen Sie im Unternehmen mit Wissen um? Grundsätzlich wird zwischen explizitem und implizitem Wissen unterschieden. Explizites Wissen liegt losgelöst vom Wissensträger z. B. in Form von Anleitungen und Prozessbeschreibungen vor und ist über Datenbanken relativ leicht und schnell zu beschaffen. Unter implizitem Wissen versteht man hingegen das unartikulierte, stark durch Erfahrung geprägte Wissen eines Wissensträgers, über das nicht auf Tastendruck verfügt werden kann.

Das implizite Wissen zu vermitteln und bereitzustellen, ist die eigentliche Herausforderung des Wissensmanagements. Beispiel Fahrradfahren: Einem Kind ist schnell erklärt, dass es in die Pedale treten muss und mit dem Lenker die Richtung vorgibt. Das implizite Wissen, wie man ein Rad balanciert, muss es jedoch durch Erfahrung selbst herausfinden. Hilfestellung ist nur begrenzt möglich. Wissenssysteme sind wie Eisberge: Das explizite Wissen ist sichtbar. Das implizite Wissen liegt verborgen unter Wasser, bestimmt aber zu 90 Prozent die Masse des Eisbergs. Hier liegt die eigentliche Power der Organisation.

Wie können Sie diese geballte Kraft des Wissens zur Wirkung bringen? Einfache Antwort: Miteinander reden oder, akademischer formuliert, durch Interaktion. Anwendungs- und Erfahrungswissen kann nicht durch Staubsaugen von Informationen, sondern nur interaktiv, durch wiederholendes Üben gelernt werden. Horizontale, hierarchielose, kontinuierliche Interaktion unterstützt Lernerfolge. Von in Seminaren lediglich gehörten Inhalten sind dagegen nach zwei Tagen noch maximal 10 Prozent verfügbar.

Ziel ist das Unternehmen als lernende Organisation. Wissen wird in Unternehmen innerhalb sogenannter Anwendergruppen vermittelt, geteilt und genutzt. Eine Anwendergruppe wird definiert als Gruppe von Individuen, die in der gleichen Umwelt interagieren und arbeiten. Zu den klassischen Anwendergruppen in Unternehmen zählen Abteilungen, Hierarchieebenen, Standorte, Niederlassungen. Aus ihrem täglichen Arbeitskontext heraus entwickeln sie spezielle Umgangsformen, Routinen, teilweise auch eine eigene Sprache. Soll sich das Wissen im Unternehmen verbreiten und durchdringen, lohnt auch der Blick auf die Anwendergruppen als kleine und, je nach Führung und Kultur, hocheffiziente Interaktionseinheiten und Wissenswerkstätten.

Wissensvermittlung


Wissen über Grenzen hinweg teilen

Erst der zielgerichtete Wissenstransfer über die Grenzen der Anwendergruppen hinweg, macht Unternehmen zu schlagkräftigen und schnell handlungsfähigen Organisationen. Voraussetzung dafür sind Vertrauen und hohe Eigenverantwortung. Dass Mitarbeiter ihr Wissen bereichsübergreifend und ganzheitlich zur Verfügung stellen, ist, wenn man so will, die Königsdisziplin im Wissensmanagement. Um diesen Prozess zu starten und zu beschleunigen, bedarf es in der Regel auserwählter Wissensbroker. Sie schlagen als Pioniere der wissensorientierten Interaktion Brücken zwischen den Anwendergruppen.

Auch wir bei Lila stehen vor der Herausforderung Wissensmanagement. Was uns dabei zugutekommt: Permanente Lern- und Veränderungsbereitschaft zählen zu unseren Charakterzügen, da wir von Haus aus stets nach der besten Kundenlösung suchen. So ist es für uns selbstverständlich, dass auch wir uns in den eigenen operativen Abwicklungen immer weiter entwickeln. Ob durch Maßnahmen unseres Lila Produktionssystems, oder über unsere integrierten ERP-Systeme, kümmern wir uns durchgehend um die Konsistenz unseres operativen und strategischen Wissens. Hilfreich ist dabei die langjährige Erfahrung aus unseren Beratungs- und Logistikprojekten, die uns immer wieder aufzeigt, an welchen Stellen das Wissen am stärksten gefördert werden muss.

Die Lila Logistik versteht sich dabei zum einen als partnerschaftlichen Dienstleister und zum anderen als Wissensträger. Wir sind bereit, Brücken zu schlagen – im Unternehmen ebenso wie darüber hinaus. In unserem Buch „VORDENKEN“ haben Experten unterschiedlichster Bereiche ihr Wissen und ihre Visionen mit uns geteilt. Beispielsweise auch der Diplom-Pädagoge Jöran Muuß-Merholz, der darin unter anderem beschreibt, wie Grenzen zwischen Bildungsbereichen künftig verschwimmen.

Wenn Sie Lust haben, gemeinsam mit uns quer zu denken, freuen wir uns Ihre Kontaktaufnahme.